Penetration von topisch applizierten kosmetischen Produkten / Inhaltsstoffen

Die Pigmentierung (Bräunung) ist ein Abwehrmechanismus der Haut, mit dem sie sich vor übermäßiger Sonneneinstrahlung schützt. Die Hautverdickung oder Hyperkeratose ist ebenfalls eine Anpassung, die durch eine erhöhte UV-Belastung verursacht wird. Dies kann zu Entzündungen und Keratitis, Sonnenbrand, sowie einer Amitosehemmung führen.

Epidermisveränderungen wie die epidermale Hyperplasie, insbesondere die Verdickung (Akanthose) des Stratum corneum, wurden vielfach nach künstlicher oder natürlicher UV-Exposition beobachtet. In-vivo-Untersuchungen der Haut sind jedoch mit histologischen Standardmethoden nicht möglich. Das durch die Gewebeexzision verursachte Hauttrauma und die Artefakteffekte bei der Präparation der Präparate machen einen Vergleich mit lebender Haut unmöglich.

Mit der konfokalen Laser-Scanning-Mikroskopie lassen sich jedoch kontrastreiche Bilder verschiedener Epidermisschichten und der papillären Dermis in vivo und nicht-invasiv erzeugen. Insbesondere das Stratum basale und das Stratum spinosum werden aufgrund ihres hohen Melanin- und Keratingehalts gut abgebildet. Dickenänderungen sind gut sichtbar und können durch die Erstellung konfokaler Bildsequenzen mit hoher zeitlicher Auflösung quantitativ erfasst werden. Das Ausmaß der photoadaptiven Prozesse kann so zuverlässig beurteilt werden.

Die speziell für die Quantifizierung der mit VivaScope erstellten Bilder entwickelte Quantifizierungssoftware ConfoScan ist in der Lage, die Dicke der Epidermis exakt zu bestimmen.  Auch dreidimensionale Darstellungen z. B. des Stratum corneum oder der Papillen werden bald möglich und einfach zu realisieren sein.

[1] Huzaira M, Rius F, Rajadhyaksha R, Anderson RR, Gonsález S: “Topographic variations in normal skin, as viewed by in vivo reflectance confocal microscopy.” J Invest Dermatol. 2001; 116(6): 846-52.
[2] Kolbe L, Kligman AM, Schreiner V, Stoudemayer T: “Corticosteroid-Induced Atrophy and Barrier Impairment Measured by Non-Invasive Methods in Human Skin.” Skin Res Technol. 2001: 7(2): 73-7.

⟵ zurück zur Übersicht