Nicht-melanozytäre Läsionen

Unter dem Begriff “nicht-melanozytäre Läsion” versteht man Veränderungen der Epidermis, die auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sind. Vor allem chronische Lichtschäden oder Infektionen mit bestimmten Viren sind die primären Ursachen. Im Gegensatz zu melanozytären Läsionen werden nicht-melanozytäre Läsionen in einem mehrphasigen Prozess definiert. Häufige nicht-melanozytäre Läsionen sind z. B. die aktinische Keratose oder der Morbus Bowen, eine Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms.

Die weiße bis rötlich-braune schuppende aktinische Keratose kann nach jahrelanger Latenz in ein malignes Plattenepithelkarzinom oder spinozelluläres Karzinom übergehen. Morbus Bowen hat ekzemartige Symptome. Bei Morbus Bowen handelt es sich bereits um ein echtes Carcinoma in situ, das auch zu einem Plattenepithelkarzinom werden kann. Basalzellkarzinome bilden sich aus der tiefsten Schicht der Epidermis, den Basalzellen. Sie beginnen oft als flache kleine Papeln mit glänzender Oberfläche und können in ihrer unmittelbaren Umgebung sogar Knochen und Knorpel schädigen.

Je früher die Krebsvorstufen der nicht-melanozytären Läsionen erkannt werden, desto besser ist ihre Prognose. Sobald sich Metastasen gebildet haben, sinkt die Chance auf Heilung deutlich. In-vivo-Untersuchungen mit VivaScopes sind daher auch in diesen Fällen von großem Nutzen: Mit den Bildern des VivaScope 1500 und des VivaScope3000 können Dermatologen Basalzellkarzinome zeitnah, nicht-invasiv und präzise diagnostizieren. Pigmentierte Basalzellkarzinome oder schwer abgrenzbare Keratosen werden zuverlässig von melanozytären Läsionen unterschieden, auch Plattenepithelkarzinome und verschiedene Stadien aktinischer Keratosen erkennt der Arzt mit den Bildern aus dem VivaScope-Produktportfolio zuverlässig und mit der gleichen Erkennungsrate wie mit herkömmlichen Methoden, ohne Gewebe zu verändern oder zu zerstören – das für nachfolgende Untersuchungen oder Diagnosen verwendet werden kann.

[1] Segura S, Puig S, Carrera C, Palou J, Malvehy J: “Dendritic Cells in Pigmented Basal Cell Carcinoma.” Arch Dermatol. 2007: 881-884.
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