1. Wie funktioniert die konfokale Laserscanmikroskopie mit den VivaScope®-Geräten von MAVIG?


Nach dem Aufbringen einer Flüssigkeit (Wasser oder Ultraschallgel) auf die Haut trifft ein Laserstrahl das Untersuchungsareal und wird wieder reflektiert. Durch die konfokale Anordnung des beleuchteten Hautareals, der Lichtquelle und der Blendenöffnung des Detektors können genaue Bilder einer definierten dünnen Hautschicht entstehen. Der Bildkontrast entsteht durch die verschiedenen Brechungsindizes der Hautbestandteile. Die konfokale Laserscanmikroskopie kommt ohne fremde Kontrastmittel und Eingriffe in die Haut aus – sie ermöglicht schmerzfrei und in Echtzeit Bilder vom lebenden Gewebe.

 

 

2. Sind bei einer Untersuchung mit einem konfokalen Laserscanmikroskop Schmerzen oder Beschwerden zu erwarten?


Nein, im Gegensatz zu einer Biopsie, bei der eine Gewebeprobe entnommen werden muss, ist die konfokale Laserscanmikroskopie ein nicht-invasives Untersuchungsverfahren. Die Durchführung ist absolut schmerzlos und verursacht keine Beschwerden, die auf die Untersuchung zurückzuführen sind. Die Haut bleibt völlig unversehrt.

 

 

3. Was sind die Vorteile dieser Forschungs- und Untersuchungsmethode?


Aus Patientensicht sind als größte Vorteile die absolute Schmerzfreiheit der Untersuchung und die Möglichkeit einer raschen Diagnose zu nennen. Der Patient muss keinerlei Beschwerden während oder nach der Untersuchung in Kauf nehmen. Die konfokalen Bilder erlauben eine rasche Diagnose ohne zeit- und materialaufwändige Färbungen wie zum Beispiel bei einer Gewebeprobe. Der Patient kann zeitnah ein Ergebnis erhalten.

 

 

4. Die konfokale Laserscanmikroskopie arbeitet mit einem oder sogar mehreren Lasern. Sind dadurch Nebenwirkungen für den Patienten zu befürchten?


Die VivaScope-Geräte arbeiten mit langwelligem Laserlicht mit der Wellenlänge 830 nm, nahe dem Infraroten. Die VivaScope-Multilaser nutzen daneben noch kürzere Wellen. Dieses schonende Untersuchungsverfahren verursacht keinerlei Nebenwirkungen. Auch hochempfindliche Hautareale, wie zum Beispiel bei einer akuten Kontaktallergie, können so problemlos beurteilt werden. 

 

 

5. Welche Anwendungsgebiete gibt es?


Die konfokale Laserscanmikroskopie erschließt aufgrund ihrer schonenden und zeitnahen Methodik immer neue Anwendungsgebiete. Aktuell sind als medizinische Hauptanwendungen einerseits die Beurteilung von Muttermalen und Leberflecken hinsichtlich ihres Tumorpotenzials zu nennen, andererseits wird die Methode mit sehr gutem Erfolg bei der Diagnose und Therapie von Hautkrebs eingesetzt. Weitere Einsatzmöglichkeiten liegen zum Beispiel im Bereich der kosmetischen Forschung oder der Wund- und Narbenbehandlung.

 

 

6. Brauchen Ärzte eine bestimmte Schulung für die Anwendung der konfokalen Laserscanmikroskopie?


Anwender wie zum Beispiel Hautärzte oder Klinikpersonal werden bei der Aufstellung der Geräte von MAVIG detailliert in die Bedienung eingewiesen. Noch dazu bieten verschiedene Kliniken in Deutschland und im europäischen Ausland qualifizierte Fortbildungen und Trainings für Ärzte zu diesem Thema an. Es stehen verschiedenste Materialien zum Eigenstudium zur Verfügung.